Ijburg ist eines der großen Stadterweiterungsgebiete Amsterdams und verteilt sich auf sieben künstliche Inseln mit Wohnraum für 45.000 Menschen. Am Eingang des Haveneilands, der größten Insel, wurde nun der erste von sieben Teilen einer flexibel nutzbaren Blockrandbebauung fertig gestellt, geplant vom Büro Baumschlager Eberle aus Lochau.

In seinem Erscheinungsbild knüpft das Ensemble mit seinen Fassaden an den klassischen städtischen Geschäftshaustypus mit Kolonnaden, Lochfassade, Balkonen und Steinverkleidung an. Im Inneren jedoch lockt der Neubau potentielle Mieter mit seinem frei gestaltbaren Grundrisskonzept. Alle Einbauten sind reversibel, tragende Zwischenwände statisch nicht notwendig. Stahlbeton-Skelettbauweise, in Kernen zusammengefasste Treppenhäuser, Raumhöhen von sechs oder vier Metern ermöglichen die flexible Einteilbarkeit der Flächen.

Das Gebäude dient nur als „Gehäuse“, jeder Mieter kann seine Vorstellungen individuell bestimmen. Die loftartigen, bis zu 20 Meter tiefen Einheiten können als Büros ebenso genutzt werden wie als Hotel, für Praxen wie für soziale Einrichtungen, als Studios und Wohnungen.

Um das Gebäudekonzept zu erklären, haben die Architekten den Terminus „solide“ gewählt, der dem Projekt auch seinen Vermarktungsnamen „Solid“ gab. Mit dem Namen soll eine Dauerhaftigkeit ausgedrückt werden, die auch in einem funktionalen Sinn gemeint ist: Hochwertige Materialien gepaart mit einer sorgfältigen Ausführung.

  • Projektort

    Amsterdam

  • Projektjahr

    2011

  • Projektpartner

    Projektmitarbeit bei Baumschlager Eberle

  • Fotos

    Werner Huthmacher